Unsere Gründungsgeschichte
Ein Ort - Zwei Vereine
Schiessklub Freiheit
Der Schiessklub "Freiheit" wurde am 01. März 1921, in der Bahnhofs-Gaststätte Anderten (heute "Rice ´n´ Roll"), Siegsmundshaller-Straße 1b, gegründet.
Gründungsmitglieder waren August Lange, Christian Sölter, Wilhelm Freise, Wilhelm Oelze, Wilhelm Anderten, Heinrich Mestwarb, Christian Anderten und Wilhelm Sölter.
Von jedem Schützenbruder wurden 3 Mark eingezahlt.
Geschossen wurde wöchentlich im Schankraum, ausgeschossen wurden Pokale.
Diejenigen, die in Decke oder Wand trafen (Fahrlässig handelten), mussten eine Bier- oder Schnapsrunde ausgeben.
Am 21. April 1921 wurde die erste Generalversammlung abgehalten und eine Satzung, die Statuten, ausgearbeitet.
Aufgrund guten Kontakts zu hannoverschen Vereinen nahm man ab 1926 an Preissschießen in Hannover teil.
Am 13. Dezember 1932 wurde Wilhelm Lange mit 574 Ring der erste König des Schiessklub "Freiheit". Als König bekam er ein Jahr lang, an jedem Tag, einen freien Krug kühles Bier von Vereinswirth Anderten gestellt. Die Ehrung fand während der Generalversammlung, am 24. Januar 1933 statt.
Das Protokollbuch endet am 31. Januar 1937, an diesem Tag wurde beschlossen das die Generalversammlung am 21. Februar 1937 stattfinden sollte, doch aufgrund der Auflösung des damaligen DSB durch das NS-Regime kam es dazu nicht mehr.
Schützenverein Bokeloh
Am 04. Juni 1928 fand die Gründungsversammlung des "Schützenverein Bokeloh" beim Gastwirt Hülsemann, dem Gebäude des ehemaligen Dorfkrugs statt, Alte Dorfstraße 29.
Es waren 50, überwiegend junge Leute aus Bokeloh.
Hermann Meyer, Wilhelm Grages, Wilhelm Gümmer, Wilhelm Wischhöfer, Heinrich Wallbaum, Heinrich Seehausen, Wilhelm Hoffschmitt, Heinrich Kramer, Heinrich Rust, Heinrich Bartels, Wilhelm Kiel, Adolf Schirmer, Walter Schirmer, Heinrich Hartmann, Heinrich Döpke, Adolf Stemme, Heinrich Sievers, Willi Sölter, Gerhard Seehausen, Albert Hülsemann, Adolf Kölling, Gustav Sölter, Walter Meyer, Albert Schirmer, Karl Prin, Wilhelm Seehausen, Walter Sölter, August Ebeling, Heinrich Wilkening, Adolf Hartmann, Ernst Unglaube, Willi Hülsemann, Karl Witte, Willi Rohe, Willi Prin, Heinrich Seegers, Heinrich Rohe, August Meyer sen., Helmuth Seehausen, August Klinkermann, Karl Hartmann, August Kramer sen., August Kramer jun., Heinrich Lindemann, Heinrich Mestwarb, Heinrich Kölling, Wilhelm Hattendorf, Heinrich Blanke (Bäcker), Konrad Bergmann und Gustav Hausmann sen..
Herr Hermann Meyer eröffnete die Versammlung um 20:30 Uhr und hielt einen Vortrag über Zweck und Ziel des Vereins und es wurde ein Vorstand gewählt.
Vom Vorstand wurde ein Vergnügungsausschuss eingesetzt, damit das diesjährige Schützenfest am Sonntag, dem 8. und Montag, dem 9. Juli stattfinden kann.
Im gleichen Jahr wurde Schriftführer Wilhelm Gümmer Schützenkönig.
Das Protokollbuch endet am 12. Juni 1937 auch aufgrund der Auflösung des DSB durch das NS-Regime.
Sechs Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs fanden sich am 18. Dezember 1951 im Gasthaus Anderten elf Schützen zur Wiedergründung des Vereins zusammen. Es waren Willi Oelze, Wilhelm Anderten, Bruno Bergmann, Willi Anderten, Heinz Wellmann sen., August Meyer., August-Wilhelm Prick, Fritz Jacobus, Heinrich Hülsemann, Wilhelm Hülsemann und Gustav Lange jun. Vorsitzender wurde Willi Oelze bis 1953, dann übernahm Gustav Lange den Vorsitz.
Es war ein privater Club, der sich wieder Schiessklub Freiheit nannte. In der Jahreshauptversammlung am 5. Januar 1955, bei der 30 Mitglieder anwesend waren, wurde eine neue Satzung beschlossen und der Name des Vereins geändert. Nach einstimmigem Beschluß hieß er jetzt wieder, wie nach der Gründung 1928, Schützenverein Bokeloh.
Geschossen wurde von dem Verein entweder in der Sandkuhle oder im Vereinsgasthaus Anderten.
1962 wurde das Schießen stark reduziert, da im Vereinslokal Anderten ein neuer Schießstand erstellt wurde.
Bis 1953 wurde das Schützenfest im Wechsel von den Bokeloher Vereinen gestaltet, seit 1954 organisiert der Schützenverein wieder das Fest.
Bereits im Jahr 1955 hatte man eine Satzung ausgearbeitet und von den Mitgliedern bei der Jahreshauptversammlung genehmigt.
Rund 100 Mitglieder zählte der Verein, als am 1.9.1967 eine Damenabteilung ins Leben gerufen wurde.
Nach acht Monaten mühevoller Eigenarbeit hatten die Schützen am 7.Juni 1969 ihr neues Schützenhaus fertiggestellt und in Betrieb genommen.
Später bat der Verein die damalige Gemeinde Bokeloh um die Überlassung eines fünf Meter breiten Geländestreifens, um den Schießstand zu erweitern.
So konnte im Jahr 1972 der zweite Bauabschnitt fertiggestellt werden.
Die hier niedergeschriebene Geschichte des Schützenverein Bokeloh wurde zusammengefasst aus alten Protokollen, einer Niederschrift von Friedhelm Thisius, sowie dem Buch "Ein Dorf im Strukturwandel - Bokeloh" von Jan Peter Wiborg, veröffentlicht 1998.